Samstag, 16. Mai 2015

..you're already the voice inside my head



Dunkel, kein Licht ist an. Die blaue Stunde längst vorüber. Gedanken so hell und klar. Drei Tage immer wieder du. Auf dem Sofa liegend, jeder in einer anderen Ecke, dabei zieht es mich so sehr zu dir hin . „Hey, darf ich endlich mal meinen Kopf auf deinen Bauch legen?“ Doch zu viel Angst. Abweisung, komische Stimmung, alles versaut. Lieber schweigend auf demselben Sofa kilometerweit voneinander sitzen, liegen, auf den Fernseher starren. Anderen Leuten bei dem Auf und Ab des Lebens zu gucken. Schweigend auf demselben Sofa zu liegen ist immer noch besser, als alleine im Dunklen im Bett, während die Gedanken in meinem Kopf aneinander knallen. Je mehr in meinem Kopf abgeht, desto ruhiger werde ich in meiner äußerlichen Erscheinung. Auf dem Bett liegen, die Wand anstarren. Oder am Fenster sitzen, wie eine Katze, und auf die Straße gucken. Aber ist ja dunkel, kein Licht ist an, nur die Straßenlaternen leuchten.

Dienstag, 10. Februar 2015

>> Was ist Freundschaft anderes als Liebe?<<

              (Opa Fitz, in Max Urlacher - Rückenwind)

Sonntag, 8. Februar 2015

Die Welt hat Geburtstag

Die Welt hat Geburtstag





2014 endet - ich atme aus.
2015 beginnt - ich atme ein.

Das neue Jahr, 2015, wenige Stunden alt. So neu, wie frisch geschlüpft. Die Federn verklebt und die Augen noch halb zu, blinzelt es mich an. Und schon fühlst du dich gut an, 2015. Irgendwie entspannt, in sich selbst ruhend. Eine Ruhe aus der heraus viel erlebt werden kann, eine Ruhe in der viel passieren kann, ohne dass das Fundament ins Wanken gerät.
Außerdem war da noch eine Nachricht um 5:18 Uhr. Du hättest mich gerne zur Jahreswende bei dir gehabt. Es ist egal, wie diese Nachricht entstanden ist und es ist in diesem Augenblick auch egal, wie tiefgehend diese Worte gemeint sind. Für diesen Moment zaubern sie mir ein Lächeln auf die Lippen und bestärken mich in meinem 2015-Gefühl. Es wird gut, dieses Jahr.

Montag, 10. November 2014

Sonntags-Glück



Der Kater schläft im Sessel. Kind 1 rennt wie wild durch die Gegend und versucht seine gemalten Kunstwerke an Mann und Frau zu bringen. Kind 2 bleibt beim Versuch der Fortbewegung immer wieder unter dem Sofa stecken. Bis jetzt funktioniert halt nur der Rückwärstgang.
Auf dem gedeckten Tisch häufen sich frisch gebackene Waffeln auf einem Teller. Aus einem Topf duften heiße Kirschen und der Kaffee ist unter dem ganzen Milchschaum nur zu erahnen.
Fühlt sich gut an, das Jetzt und Hier. Gute Freunde, volle Bäuche, ein perfekter Herbstsonntag!

Montag, 22. September 2014

August

Es hat geregnet. Die Straßen sind noch feucht und es ist deutlich kühler geworden. Kräftig trete ich in die Pedale um den Berg hochzufahren, die kalte Luft schnürrt meine Lunge zu. Ein Herbstabend mitten im Sommer. Meine Beine zittern unter der Anstrengung und dem Abschied.
Ein Abschied, der sich lange angekündigt hat und mich doch erschüttert. Ganz anders als erwartet.
Ich dachte, ich wäre vorbereitet darauf und hätte alles bereits sacken lassen. Doch als wir in deiner Wohnung sitzen ist alles wieder da. Die unsicheren Anfänge, das leise aneinander Gewöhnen, das gefestigte Miteinander. Aber jetzt ist alles ganz wackelig. Wir sind schon längst eingestürtzt. Ein letztes gemeinsames Innehalten und auf die Trümmer blicken. Deine Distanz macht mir Angst. Wann hast du dich umgedreht und bist gegangen? Lange Zeit haben mir die Worte gefehlt um unser Wir zu beschreiben. Jetzt, wo es immer weniger wird, sprudeln sie nur so aus mir heraus. Eine letzte Umarmung. Wer hält an wem fest? Du schließt die Tür hinter mir und ich trete hinaus in den Abend. Eben war doch noch Sommer.

Sonntag, 4. Mai 2014

Süßes Leben.



Und doch zeigt sich das Leben auch in den stressigsten Zeiten immer wieder von seiner schönsten Seite. Reicht Wundertüten und Zuckerwatte, backt mir Pfannkuchen mit Apfelmus, lässt die Sonne strahlen und die Vögel singen, stellt mir Menschen an die Seite, mit denen das Leben leben so unglaublich Spaß macht. Ich teile und bekomme so viel zurück. Bereicherung im Hier und Jetzt. Schönes Leben, schöne Welt.
Eine unsichtbare Kraft will mich in die Tiefe ziehen.
Hinein in ein großes schwarzes Loch.
Ich stehe am Rand und blicke über den Abgrund.
Es zieht so furchtbar stark nach unten.
Ich weiß nicht, ob ich fallen oder noch länger versuchen soll Widerstand zu leisten.
Es kostet so viel Kraft dagegen anzukämpfen.
Und so sitze ich hier, dieses unbeschreibliche Ziehen in der Magengegend, Tränen in den Augen.

Ich lasse los und falle.